Stabkirche

Eine selbst gebaute Stabkirche


Mitten im Kulturdorf Mannaminne steht eine Stabkirche, die die spirituelle Dimension des Ortes repräsentiert.


Stabkirchen sind eine Erfindung des frühen Mittelalters, und die meisten sind in Norwegen erhalten geblieben. Die Kirchen wurden aus Holz gebaut und sind sogenannte Stabbauten. Das bedeutet, dass die Dachkonstruktion auf senkrecht stehenden Masten ruht.


Die Stabkirche in Mannaminne wurde im Jahr 2000 erbaut. Als Vorbild diente ein historisches Exemplar im norwegischen Haltdalen. Die künstlerische Gestaltung stammt von Anders Åberg, Eva Olsson, Asle Bjerkan und Bertil Westman.


Manchmal finden in der Stabkirche von Mannaminne Hochzeiten und Taufen statt.


Im Hochsommer wird jeden Donnerstag um 19.00 Uhr eine evangelische Messe gefeiert (18. Juni bis 13. August).


Davor und danach finden samstags um 15.00 Uhr von Laien geleitete Wochenendgebete statt (6.-13. Juni sowie 22. August bis 26. September)

Anders Åberg über seine Stabkirche


Ausschnitt aus einem Interview mit der christlichen Zeitschrift Dagen aus dem Jahr 2009:

„Als Kind wollte ich Priester oder Künstler werden. Am Ende wurde ich Künstler. Aber hier in Mannaminne wollte ich auch einen Ort schaffen, an dem man sich zurückziehen kann. Ich habe jedenfalls ab und zu dieses Bedürfnis.“


Anders Åberg beschreibt sich als religiös, doch im Gegensatz zu seiner Frau Barbro geht er selten in die Kirche.


„Immerhin habe ich eine Kirche gebaut", sagt er und lacht.


Anders Åberg ist 64 Jahre alt, aber an den Ruhestand scheint er nicht zu denken.

Er hat viele neue Ideen.

„Die besten Dinge habe ich noch nicht geschafft“, sagt er. Zusammen mit Barbro leitet er weiterhin das Freilichtmuseum Mannaminne.


„Das ist eine große Verantwortung, und es ist viel Arbeit. Uns geht es wie Bauern, die viele Kühe haben und deswegen nirgendwo hinfahren können. Manchmal frage ich mich, ob ich in diesem Leben etwas anderes hätte machen sollen, aber gleichzeitig ist es eine Freude, hier herumspazieren zu können.


Im Sommer blüht die Region Höga Kusten auf, aber man merkt den Bevölkerungsrückgang.“ Mit Mannaminne will Anders Åberg der Niedergeschlagenheit entgegenwirken, die Bewohner einer dünn besiedelten Region erfassen kann.


„Wenn man nicht aufpasst, hat eine Art nordschwedische Depression freie Hand: Nichts, was man tut, scheint von Bedeutung. Deswegen ist es wichtig, sich als Teil der ganzen Welt zu fühlen und das Leben zu nutzen, das man erhalten hat“, sagt er.

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